Lange bevor Kairo existierte, lag rund 25 Kilometer südlich davon die mächtigste Stadt der antiken Welt: Memphis, die erste Hauptstadt Ägyptens. Der Legende nach gegründet von König Menes um 3100 v. Chr., der mit der Vereinigung von Ober- und Unterägypten die Grundlage für das pharaonische Reich legte, war Memphis über Jahrhunderte politisches, religiöses und wirtschaftliches Zentrum des Landes.

Warum wurde Memphis zur ersten Hauptstadt Ägyptens?

Die Lage machte den Unterschied: Memphis lag am Westufer des Nils, genau dort, wo sich das fruchtbare Nildelta mit Oberägypten verband. Wer diesen Punkt kontrollierte, kontrollierte Handelsrouten, Nilverkehr und damit den Reichtum des ganzen Landes.

Der Überlieferung nach ließ Menes einen Damm errichten, um den Nil umzuleiten, und gründete auf dem gewonnenen Land die Stadt „Inebu-Hedj“ – „Die Weißen Mauern“.

Über Jahrhunderte blieb Memphis Zentrum der Macht, bevor später Theben (Luxor) und schließlich Alexandria an Bedeutung gewannen.

Was von Memphis heute noch zu sehen ist

Von der einstigen Metropole ist oberirdisch nur wenig erhalten – die Stadt liegt größtenteils unter Ackerland und dem Dorf Mit Rahina verborgen. Was jedoch bleibt, gehört zu den eindrucksvollsten Ausstellungsstücken Ägyptens und ist heute im kleinen Freilichtmuseum von Mit Rahina zu sehen:

  • Die liegende Kolossalstatue von Ramses II. – über 10 Meter lang, aus feinem Kalkstein gefertigt, ursprünglich am Eingang zum Ptah-Tempel aufgestellt.
  • Sie liegt geschützt unter einem Pavillon, von zwei Ebenen aus zu betrachten.
  • Eine stehende Kolossalstatue von Ramses II.
  • Die Alabastersphinx – eine monumentale Löwenstatue mit deutlich sanfterem Gesichtsausdruck als die berühmte Sphinx bei den Pyramiden von Gizeh.
  • Reste des Ptah-Tempels – Fragmente, Inschriften und Säulenbasen, die einen Eindruck von der einstigen Größe der Tempelanlage vermitteln.

UNESCO-Weltkulturerbe Memphis

Das Gelände von Memphis gehört gemeinsam mit Sakkara, Dahschur, Abusir und Gizeh zum UNESCO-Weltkulturerbe „Memphis and its Necropolis – the Pyramid Fields from Giza to Dahshur“. Das zeigt, wie eng die Geschichte dieser Orte miteinander verwoben ist: Memphis war die Stadt der Lebenden, Sakkara und Dahschur die Nekropolen der Toten.

Entdecken lässt sich dieser historische Bogen ideal im Rahmen unserer mehrtägigen Ägypten-Rundreisen.

Memphis besuchen: So kombinierst du den Ausflug sinnvoll

Da Memphis nur rund 6 Kilometer von der Stufenpyramide in Sakkara entfernt liegt, lässt sich ein Besuch ideal mit den umliegenden Pyramidenfeldern verbinden.

So verstehst du an einem einzigen Tag, wie die erste Hauptstadt Ägyptens, ihre Nekropolen und die Entwicklung der Pyramidenbaukunst zusammenhängen.

Bei unserem privaten Kultur-Ausflug nach Sakkara, Memphis & Dahschur ab Hurghada siehst du die Kolossalstatue von Ramses II. und die Alabastersphinx live vor Ort – begleitet von einem deutschsprachigen Ägyptologen, ganz ohne Kaffeefahrt.

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Häufig gestellte Fragen zu Memphis

Warum ist von Memphis so wenig erhalten?

Die Stadt wurde über Jahrtausende als Steinbruch für spätere Bauwerke genutzt, und die fruchtbare Nilebene hat große Teile der Ruinen überdeckt.

Wie weit ist Memphis von Kairo entfernt?

Rund 25 Kilometer südlich von Kairo, nahe dem heutigen Dorf Mit Rahina.

Was ist die bekannteste Sehenswürdigkeit in Memphis?

Die über 10 Meter lange, liegende Kolossalstatue von Ramses II. im Freilichtmuseum von Mit Rahina.

Lässt sich Memphis mit anderen Pyramidenfeldern kombinieren?

Ja, ideal mit Sakkara und Dahschur an einem Tag – buche einfach eine maßgeschneiderte Tour über unsere Kultur-Ausflüge oder direkt per Kontaktanfrage.