Zitadelle Kairo: Sehenswürdigkeiten, Geschichte & Tipps
Zitadelle Kairo: Sehenswürdigkeiten, Geschichte & Tipps
Zitadelle Kairo: Die Festung über der Stadt
Hoch über den Dächern Kairos, auf dem Mokattam-Hügel, thront eines der markantesten Bauwerke der Stadt: die Zitadelle Kairo, auch Zitadelle von Saladin genannt. Rund 700 Jahre lang residierten hier die Herrscher Ägyptens – heute zählt sie zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt und gehört als Teil des Historischen Kairo seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Wer hat die Zitadelle von Kairo erbaut?
Den Grundstein legte 1176 n. Chr. Sultan Salah ad-Din (Saladin), um Kairo vor den Angriffen der Kreuzritter zu schützen. Interessant für Ägypten-Fans: Ein Teil des Kalksteins für die Mauern stammt aus den Steinbrüchen der Cheops-Pyramide – ein direktes, physisches Band zwischen pharaonischer und islamischer Baukunst. Fertiggestellt wurde die Anlage erst nach Saladins Tod, 1207, von seinen Nachfolgern. In den folgenden Jahrhunderten bauten Ayyubiden, Mamluken und schließlich Osmanen die Zitadelle immer weiter aus.
Die Alabaster-Moschee: Das Wahrzeichen der Zitadelle
Das bekannteste Bauwerk innerhalb der Zitadelle Kairo ist nicht die Festung selbst, sondern die Muhammad-Ali-Moschee, besser bekannt als Alabaster-Moschee. Sie wurde deutlich später, zwischen 1830 und 1848, im osmanischen Stil errichtet und verdankt ihren Namen den Alabaster-verkleideten Innenwänden. Die beiden 82 Meter hohen Nadelminarette sind schon von Weitem sichtbar und prägen bis heute die Skyline Kairos. Im Inneren befindet sich auch das Grabmal von Muhammad Ali, dem Erbauer der Moschee.
Was man in der Zitadelle Kairo sonst noch sieht
- Weitere Moscheen – etwa die ältere An-Nasir-Muhammad-Moschee aus der Mamlukenzeit
- Militärmuseum – Waffen, Uniformen und Exponate zur Militärgeschichte Ägyptens
- Polizeimuseum und Kutschenmuseum
- Aussichtsterrassen – bei klarer Sicht reicht der Blick bis zu den Pyramiden von Gizeh am Horizont
Gleich unterhalb der Zitadelle liegt zudem das islamische Zentrum Kairos mit der Sultan-Hassan-Moschee und der Ibn-Tulun-Moschee – ein natürlicher Übergang zu einem Ausflug ins historische Islamische Kairo.
Zitadelle Kairo besuchen: Praktische Tipps
Die beste Reisezeit für einen Besuch liegt in den kühleren Monaten zwischen Oktober und April. Da es sich um eine aktive Moschee handelt, sollten Schultern und Knie bedeckt sein. An religiösen Feiertagen kann der Zugang zu einzelnen Bereichen eingeschränkt sein.
Am meisten Sinn ergibt ein Besuch der Zitadelle in Kombination mit dem Islamischen Kairo und seinen Basaren – so lässt sich ein ganzer Tag rund um das mittelalterliche Kairo gestalten, jenseits der pharaonischen Sehenswürdigkeiten.
Häufig gestellte Fragen zur Zitadelle Kairo
Wie alt ist die Zitadelle von Kairo?
Der Bau begann 1176 unter Sultan Saladin und wurde 1207 von seinen Nachfolgern vollendet – die Anlage ist damit über 800 Jahre alt.
Ist die Alabaster-Moschee dasselbe wie die Zitadelle?
Nein. Die Alabaster-Moschee (Muhammad-Ali-Moschee) ist das bekannteste von mehreren Gebäuden innerhalb der gesamten Zitadellenanlage.
Kann man von der Zitadelle die Pyramiden sehen?
Bei guter Sicht ja – von den Aussichtsterrassen aus sind die Pyramiden von Gizeh am Horizont zu erkennen.
Was sollte man beim Besuch der Moschee beachten?
Angemessene Kleidung mit bedeckten Schultern und Knien sowie Rücksicht auf betende Gläubige vor Ort.